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Seit
1999 haben der Fachbereich Sozialwesen des Felix-Fechenbach-Berufskollegs
in Detmold, speziell Kolleginnen in der Ausbildung der Kinderpflege
begonnen, den vorhandenen Schulgarten nach den veränderten Bedürfnissen
der Ausbildung der Berufsfachschule für Kinderpflege und der Fachschule
für Sozialpädagogik umzugestalten.
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Ziele: 1. Die veränderte Lebenswirklichkeit von Kindern, gerade auch in der Umwelt- und Naturerfahrung erfordert eine veränderte berufliche Qualifikation von Kinderpfleger/innen und Erzieher/innen. (Auch sie müssen den Naturbezug wieder neu lernen). 2. Gemeinsam mit den Schüler/innen werden einzelne beispielhafte Elemente der Gestaltung des Außengeländes von sozialpädagogischen Einrichtungen entwickelt und gestaltet. Durch die praktische Erprobung und eigene Erfahrung soll sich eine Beziehung zur Natur entwickeln. 3. Verknüpfung fachtheoretischer Ausbildung und fachpraktischer Ausbildung. 4. Bewältigung von konkreten Fragestellungen z. B. Regenwassernutzung, Solarenergienutzung durch Zusammenarbeit mit Kolleg/innen anderer Fachbereiche des Felix-Fechenbach- Berufskollegs. 5. Eine dynamische Entwicklung, die jedes Jahr durch verschiedene Klassen/Projektgruppen Elemente hinzufügt oder verändert, so dass Freiräume für eigene Ideen und Gestaltung bleiben. Pädagogische Begründung der Gestaltung des Schulgartens: Der "Garten für Kinder" soll die Bedeutung des Außengeländes für die Entwicklung von Kindern deutlich machen. Den Bedürfnissen von Kindern entspricht es: Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten zu haben. Kinder müssen sich selbst erproben und erfahren um eine eigene Identität aufzubauen. Dabei bietet ein vielgestaltiges Außengelände mit Klettermöglichkeiten, Höhen und Tiefen, Hindernissen mehr Erfahrungschancen als ein flaches Gelände mit Standart Klettergerüst und Rutsche. Miteinander Spielen ist ein Grundbedürfnis aller Kinder und unabdingbar zur Sozialentwicklung. Gerade unruhige oder antriebsschwache Kinder entwickeln draußen vielfältige Spielideen oder agieren ihren Bewegungsdrang aus. Kinder benötigen Rückzugsmöglichkeiten und Freiräume, wo sie ungestört von den allgegenwärtigen Erwachsenen eigenen Tätigkeiten nachgehen können. Experimentierfelder für eigene Versuche, sowohl im Umgang mit Materialien z.B. Holz, Laub, Erde, Wasser als auch mit den Vorgängen in der Natur wie säen, wachsen oder ernten, das nicht nur beobachtet sondern mit allen Sinnen selbst erlebt werden kann. Wichtig ist dabei nicht das "perfekte" Ergebnis sondern der Prozess des eigenen Tuns, die Verbundenheit mit dem Lebendigen und Stofflichen. Beschreibung einzelner Projektbausteine: |
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In unserem Schulgarten wurde im Sommer 1999 aus Restholz bzw. kurzen Baumstämmen ein Sitzkreis in Form einer „Brezel“ errichtet. Begründung: Die kombinierte Form eines großen Kreises und zweier kleiner Kreise ermöglicht Gruppenarbeit in zwei Teilgruppen oder Besprechungen im Plenum. |
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Ein Sitzkreis erschien den Schülern und Lehrern notwendig, um Beobachtungen oder Erfahrungen zu notieren, um in entspannter Haltung und Atmosphäre anliegende Tätigkeiten zu besprechen oder Ergebnisse auszuwerten. |
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Durchführung:
Bei der Errichtung halfen Schüler
der Holzfachschule tatkräftig mit. |
| Nutzung: Der Sitzkreis wurde gut angenommen und nicht nur im Unterricht des Kurses "Umwelt" und "Naturerfahrung" in der Kinderpflege, sondern auch für Fachunterricht im Freien, für besondere Ereignisse wie die Sonnenfinsternis, für Jahresabschlussfeten oder Feiern mit Gästen benutzt. |
| Beteiligte Fachbereiche: Sozialwesen, Metalltechnik, Holztechnik Fächer: Biologie/Gesundheitserziehung, Fachpraxis Hauswirtschaft sowie Pflege- und Erziehung des Kindes, Politik Arbeitsgemeinschaft: Kurs "Umwelt- und Naturerfahrung" Klassen: Berufsfachschule für Kinderpflege (Unter- und Oberstufe), Fachschule für Sozialpädagogik, (Unter-, Oberstufe, evtl. Berufspraktikanten/innen) Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr, Fachklassen Metall/Installationstechnik, Berufsgrundschuljahr Holztechnik Lehrer/innen: Frau Kopp, Frau Schröder, Herr Langewitz, Herr Raschke, Herr Behnisch, Herr Züchner, Frau Winter . |
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a. Unterrichtsmittel
des Schulträgers des Kreises Lippe
b. Preisgeld als Umweltschule c. Fördermittel durch "GÖS" (Gestaltung und Öffnung der Schule) |
| Die
Schüler/innen wurden für Naturerfahrung sensibilisiert und nehmen Veränderungen
in der Natur unter einem anderen Blickwinkel wahr. Zum Beispiel wurde
das Keimen der Frühlingsblüher, die die Schüler/innen selbst eingepflanzt
hatten, registriert und freudig begrüßt. Damit ist deutlich, dass die
Achtung und Wertschätzung der Natur gesteigert wird. Gerade im Hinblick
auf eine Ausbildung, die wiederum die Erziehung der nächsten Generation
in einer besonders sensiblen Phase beeinflusst, ist der Schritt in Richtung
"Hinwendung zur Natur" besonders wichtig. Die praktischen Erfahrungen
sind zudem in der späteren beruflichen Tätigkeit unmittelbar umsetzbar.
Das Engagement der Schüler/innen schwankte von anfänglicher Begeisterung
über Frust wegen der schwierigen, ungewohnten Arbeit oder der ungünstigen
Witterungsbedingungen bis zu Stolz über die geleistete Tätigkeit und
das geschaffene Werk.
a. Von den beteiligten Lehrkräften ist allerdings ein hoher zusätzlicher Zeitaufwand für die Planung, Materialbeschaffung, Betreuung (auch in den Ferien) und Kooperation geleistet worden. b. Die Finanzierung zum richtigen Zeitpunkt ist immer wieder ein Problem, aber durch die Mittel von GÖS bzw. der Qualifizierung zur Umweltschule erleichtert worden. c. Die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen ist aufgrund der Bereitschaft der Kollegen/innen sehr gut gestartet, bedarf aber weiteren Ausbaus und Kontinuität. |